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Hergestellt in Berlin

Rabattfieber- Warum man beim Black Friday gar nicht wirklich spart.

Jedes Jahr im November steigt das Konsumfieber: Black Friday, Cyber Week, Schnäppchen ohne Ende! Viele von uns erhoffen sich in dieser Zeit großes Ersparnis, aber ist das Sparen an diesem Tag wirklich so fair, wie es sich anhört und gewinnen wir wirklich so viel wie wir denken?

Auch wenn die niedrigen Preise und riesige Angebotsauswahl erstmals verlockend wirken, sollten wir uns erst einmal Gedanken machen, wie solche Preissprünge überhaupt zu Stande kommen können.

Die Produktionskosten werden im November ja nicht plötzlich niedriger als in anderen Monaten des Jahres und das Produkt wird dementsprechend auch nicht billiger hergestellt.

Künstlich erhöhte Preise und deren Kosten

Der Rabatt wird also woanders vorfinanziert. Das passiert zum Beispiel durch die vorherige Erhöhung der Preise, wodurch den Kund:innen dann am Black Friday ein enormer Rabatt vorgegaukelt wird.

Auch die Massenproduktion macht solch niedrige Preise künstlich möglich, indem sie die Arbeiter:innen der Textilfabrik ausrauben und überlasten, billige und sogar teils schädliche Materialien in der Produktion nutzen. Auch die Qualität der reduzierten Produkte lässt an sich zweifeln. Die günstig produzierten Produkte gehen oft schneller kaputt, so dass man sie öfter nachkaufen muss. Es handelt sich also auf lange Sicht sogar um einen höheren und kostspieligeren Konsum. 

Von vielen Produktionsketten und Marken wird eine Überproduktion schon im Voraus einkalkuliert, sodass viel zu Große Mengen produziert werden, von denen ein Teil ganz normal verkauft wird, während der ”Rest” am Black Friday“ vermarktet wird. Der Rabatt ist also das Ergebnis sozialer und ökologischer Kosten und keine echte, faire Ersparnis.

No Rabatt Policy

Vor diesem Hintergrund setzen viele faire Marken auf eine No Rabatt Policy. Auch an Black Friday!

Eine Rabattaktion oder Angebot könnte so das Signal senden, dass nachhaltige und faire Produkte reduziert werden können und dessen Preis verhandelbar ist. Dabei sind gerade bei diesen Produkten die Gewinnmargen schon sehr niedrig, da Produktion und Vertrieb seine Kosten haben. Es geht ihnen um Langlebigkeit, Qualität und Wertschätzung.

Wird der Preis gesenkt und die Produkte reduziert, besteht die Gefahr, dass die Wertschätzung für das Handwerk leidet. Die Kernidee von einer fairen und nachhaltigen Produktion mit hochwertigen Materialien steht also im Widerspruch zu Discount- Kampagnen die auf Masse und kurzfristigen Profit aus sind.

Solidarische Preise als Alternative

Zum Beispiel setzt die Fair Fashion Marke Oktopulli statt auf Rabatte auf Solidarische Preise. Denn faire und langlebige Kleidung sollte für viele Menschen zugänglich sein, ohne das die Wertschöpfungskette darunter leidet.

 

Der jährliche Black Friday mag also nach Schnäppchen klingen, jedoch riskieren wir dabei nachhaltige Werte zu untergraben. Daher setzte lieber auf Marken, die dir das ganze Jahr über faire Preise anbieten.